Prostitution

Beitrag in Trauma-Zeitschrift „Asanger“

Mir ist das Thema Trauma rund um Menschenhandel und Prostitution sehr wichtig. Ich versuche immer wieder darauf aufmerksam zu machen. Viele meiner Gedanken dazu sind nun in einem Beitrag der Zeitschrift „Trauma – Zeitschrift für Psychotraumatologie und ihre Anwendungen“ des Verlags Asanger“ in das Heft 2-2022 aufgenommen worden. Vielen Dank an den Verlag sowie speziell den Verantwortlichen dieses Hefts und auch an alle Menschen, die zuhören und sich damit beschäftigen, um die Lage von Betroffenen stetig verbessern zu können. Danke auch dem Verlag, dass ich meinen Beitrag aus dem Heft für meine Aufklärungsarbeit veröffentlichen darf! (weiter unten könnt ihr ihn ansehen/downloaden)

Das ganze Schwerpunktheft mit dem Titel „Organisierte sexuelle Gewalt“ von Juni 2022 könnt ihr unter folgendem Link erwerben: https://www.asanger.de/zeitschriftzppm/themenhefte/2022/heft-2-2022.php

Die Beschreibung des Hefts lautet:

Themenschwerpunkt: Organisierte sexuelle Gewalt (Hrsg. Claudia Igney). Organisierte sexuelle Gewalt und Ausbeutung hat viele Gesichter. Unterstützung und Hilfe für Betroffene beim Ausstieg aus den Gewaltstrukturen und für den Aufbau eines gewaltfrei(er)en Lebens sind ebenso vielfältig. Das vorliegende Themenheft möchte einen Einblick in diese Arbeitsfelder geben und zur fachlichen Diskussion anregen. Mit einem Überblick über verschiedene Formen organisierter sexueller Gewalt, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede, über die Lebensrealität von Frauen in der „legalen“ Prostitution und Zwangsprostitution, über die Beratungsangebote bei organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt für Betroffene, deren soziales Umfeld und psychosoziale Fachkräfte sowie über sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien.

Nachfolgend könnt ihr meinen Beitrag lesen:

Umfrage

Hallo liebe Menschen da draußen 🙂

Macht bitte bei dieser Umfrage in einem Zeitungsartikel über mich mit 🙏

In letzter Zeit bin ich wieder viel mit Nürnberg konfrontiert. Es ist jetzt ein Artikel bei inFranken.de erschienen und zwar mit der Live-Umfrage:

„Sollten Bordellbetreiber als Kriminelle gelten?“

Bis jetzt wollen über 50 %, dass Bordellbetreiber als Kriminelle gelten. Die meisten Abstimmenden werden wohl leider kein Hintergrundwissen haben, wie sehr Bordellbetreiber oft in die Kriminalität verwickelt sind. Beim „liberalen“ Franken wundert es mich schon fast, dass überhaupt über 50 % für eine Kriminalisierung der Betreiber sind.

Bitte macht mit und stimmt ab!

Hier geht es zum Artikel: https://www.infranken.de/lk/nuernberg/nuernberg-menschenhaendler-zwang-junge-frau-in-bordell-hoelle-heute-kaempft-sie-gegen-prostitution-art-5448875

Nürnberg: 1-stündiger Podcast mit mir – über die Frauentormauer, Freier und Freiwilligkeit

Ich habe bei einem Podcast aus Nürnberg mitgemacht, der unter dem Dach des Verlags Nürnberger Presse entsteht, zu dem auch die Nürnberger Nachrichten und nordbayern.de gehören. Über 1 Stunde Platz wurde mir da eingeräumt. Am Anfang hatte ich Zweifel, ob ich zu diesem Podcast zusagen soll. Diese Stadt bereitet mir auch heute noch Bauchschmerzen. Gerade deswegen war mir das Gespräch aber auch wichtig. Menschen sollen vermehrt hören und sehen, was unter anderem auf öffentlichen Straßen an der Nürnberger Frauentormauer geschieht:

Verbrechen an Menschen, an Frauen, an den schwächsten und vulnerabelsten dieser Gesellschaft.

Ich bin müde es immer und immer wieder wiederholen zu müssen, aber was ist meine Müdigkeit gegen das, was die Frauen da durchmachen müssen (auch wenn sie es selbst meist noch nicht äußern können, weil sie es nicht äußern dürfen)? Nichts. Ich muss hier auf die Repeat-Taste drücken, ich sehe mich in der Verantwortung. Wenn nicht diejenigen reden, die wissen, was dort stattfindet, wer dann? Ich möchte, dass die Lichter des Rotlichts an diesem Ort irgendwann ausgehen – ich möchte natürlich, dass sie überall ausgehen, nicht nur in Nürnberg und den umliegenden Städten, in denen ich war. Und wenn die Lichter ausgehen, wünsche ich mir, dass die Frauentormauer ein Denkmal wird und zwar ein Denkmal der Grausamkeit von Menschen und ein Denkmal davon, wie viele Frauen hier Gewalt erfahren und ihre Seele verloren haben und dabei noch ganz legal in Fenstern zur Schau gestellt wurden. Ein Denkmal, das daran erinnern wird, es nie wieder zuzulassen. Danke an das Podcast-Team, das mir mit dieser Podcast-Folge die Möglichkeit gegeben hat, auch das sichtbarer zu machen, was viele nicht sehen können oder auch nicht sehen wollen.

Aus dem Zeitungsartikel zum Podcast:

In unserem Podcast „heiß & innig“ erzählt Sandra in bewegenden Worten von ihrem Schicksal. Im Gespräch geht es diesmal weder heiß noch innig zu. Sandras Worte bedrücken vielmehr, rütteln aber gleichermaßen auf, denn diese Frau hat zwar Fürchterliches erlebt, aber ganz klare Ziele.

Sandra Norak hat das Abitur nachgeholt, seit einem Jahr das Jurastudium abgeschlossen und will nun Anwältin werden, um ihr Engagement gegen Zwangsprostitution auszuweiten. Sie will aufklären, um zu verhindern, dass es anderen jungen Frauen wie ihr ergehen könnte.

Für Sandra Norak steht fest: Prostitution macht Frauen kaputt, sie lehnt daher den in ihren Augen beschönigenden Begriff „Sexarbeit“ ab. „Das ist nichts, was man menschenwürdig ausüben kann“, sagt sie.

Schuldig machen sich ihr zufolge nicht nur Bordelle und Zuhälter, die die Notlage von Frauen ausnutzen, schuldig mache sich auch der Gesetzgeber mit viel zu laxen Vorgaben. Aber auch an Freier richtet sie im Podcast Worte, die nichts an Deutlichkeit vermissen lassen.

Und was passiert, wenn sie endlich Anwältin ist? „Dann“, sagt Sandra Norak, „werde ich klagen, klagen, klagen.“

Schon jetzt hat sie einen Verbund gegründet, in dem sich Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung organisieren: ge-stac.com

Quelle:

https://www.nordbayern.de/ratgeber/sie-musste-in-nurnberg-anschaffen-heute-kampft-sandra-norak-gegen-zwangsprostitution-1.12072863

https://www.nn.de/leben/sie-musste-in-nurnberg-anschaffen-heute-kampft-sandra-norak-gegen-zwangsprostitution-1.12072863

https://www.fein-raus.de/sie-musste-in-nuernberg-anschaffen-heute-kaempft-sandra-norak-gegen-zwangsprostitution-1c2c2519-08cc-4af2-b10a-42bfa09436e5

Nachfolgend der Podcast auf YouTube zum Anhören (auch in den Zeitungsartikeln ist das Audio zu hören sowie auch bei Spotify):

Frauentormauer Nürnberg: Eine Unterwelt in einer öffentlichen Straße

…und niemand spricht öffentlich so wirklich darüber. 

Den folgenden Text habe ich heute Nacht geschrieben:

„Es ist jetzt 2 Uhr nachts, ich liege gerade im Bett und kann nicht schlafen. Ich liege nicht in meinem Bett, sondern in einem B&B Hotel nahe des Hauptbahnhofs in Nürnberg.

Mir ist kalt, ich habe keinen warmen Pullover dabei, weil der Besuch in Nürnberg wegen eines Termins sehr kurzfristig und ich vorher woanders war. Und ich weiß gar nicht, ob ich diesen Text am Ende veröffentlichen werde, aber meine Gedanken muss ich zunächst runterschreiben.

Ich kann diese Hotels hier um den Bahnhof herum nur schwer ertragen. Dass sich das bis heute nicht geändert hat, spüre ich jetzt gerade sehr stark. Es erinnert mich an die Zeit mit Freiern im Hotel in der Region und auch hier im Bahnhofsbereich. Wäre es nicht so kalt würde ich lieber im Freien anstatt in einem Hotel hier schlafen. Mein Termin morgen ist nahe dem Bahnhof. Diese Umgebung des Bahnhofs und der Mauer, wenn es Nacht wird, das habe ich vorher wieder gespürt… Überall laufen gruselig aussehende Männer rum, die einen anreden, anstarren, anmachen. Ich bin innerlich ständig in Alarmbereitschaft, wenn ich die Gegend des Bahnhofs entlang der Mauer ablaufe. So viele Erinnerungen. So viele ungeahndete Schicksale. Und es läuft weiter. Alles staut sich in mir, ich fühle mich in die Zeit von früher zurückversetzt. Ich kann das „Damals“ spüren als wäre es das „Heute“. Ich habe ganz komische Gefühle, ein Gefühl ist das von erstickter Panik, ich ertappe mich dabei beim Gehen entlang der Mauer die Luft anzuhalten und erinnere mich daran wieder Luft holen zu müssen.

Um ca. 22:30 Uhr, als ich auf Facebook und Instagram den Artikel und das Bild der ermordeten prostituierten Frau online gestellt habe, in deren Fall die Polizei nach Zeugen und Zeuginnen sucht (helft bitte mit: Klick hier), saß ich auf einem Stein am Jakobstor, Eingang Engelhardsgasse (mit FFP2 Maske und halb vermummt, damit meine Identität nicht sichtbar ist). Das ist ein Eingang zur Frauentormauer. Es standen dort rumänische Frauen, die telefonierten und sprachen. Ich blieb kurz (ca. 20 Minuten) dort, setzte mich auf den Stein und damit es weniger auffiel, was ich hier mache, habe ich auf meinem Handy rumgetippt und dann den Artikel gefunden.

Bevor ich mich dort hingesetzt habe bin ich (auch „verschleiert“ mit FFP2 Maske) durch das Tor gelaufen, durch die Engelhardsgasse. Wenn man das Tor hindurchgeht sind in der Querstraße viele Laufhäuser und auch „Milieu“ Kneipen.

Mir rutschte schon mein Herz in die Hose, als ich an der „Herz Dame“ vorbeigehe. Die hieß früher zu meiner Zeit im Milieu anders. Ich fühle mich wie gelähmt und gehe und gehe weiter wie ein Roboter, nehme Gesichter wahr, düstere Gestalten, meine Erinnerungen und meine Angst wird stärker, ich frage mich innerlich, was in aller Welt ich hier eigentlich mache, nachts um halb 11. Nicht nur mich dort aufzuhalten, um etwas zu suchen, sondern auch Fotos zu machen. Fotos zu machen ist nicht gerne gesehen, wenn das jemand sieht.

Naja, dann saß ich da noch auf dem Stein beim Jakobstor und habe gemerkt, dass ich insbesondere von 2 Männern beobachtet werde. Das waren keine Freier. 

Einer, bei dem es aussah als ob er dort „patrouillierte“, kam immer näher. Es war eine Körpersprache wie „du bist ein milieuexterner Fremdkörper, was willst du hier, du störst hier“. Wenn man einmal tief im Milieu war, nimmt man die Gestik und Körpersprache von Menschen im Bereich des Rotlichts besonders sensibel wahr. Man kennt es von früher. Andere zu lesen und, wo nötig und möglich, zu deeskalieren bevor es eskaliert, habe ich jahrelang gelernt. Das brauchte ich, um heile zu bleiben. Ich habe das bis heute in mir drin. Bzgl. dieses Mannes habe ich auf meinem Handy weitergetippt und so getan als ob ich ihn nicht sehe.

Dann kam er direkt zu mir, sprach mich an und fragte:

„Warten Sie auf wen?“

Es war kein deutscher Mann. Muskulös.

Ich: „Warum?“

Er: „Weil Sie hier sitzen?“ (Der Ton vermittelte: Das gefiel ihm nicht so. Manche aus dem Milieu verhalten sich auch als sei eine öffentliche Straße ihre Straße, denn Leute im Milieu markieren gern ihr „Revier“. Seien das Frauen oder Orte oder auch Straßen…)

Ich: „Ich warte auf meine Freundin.“ (Habe ich natürlich nicht, weil ich alleine dort war, aber ich musste ihn ja irgendwie wieder loswerden)

Er hackt nach, obwohl ich sehr deutlich „Freundin“ sagte:

„Auf einen Freund oder eine Freundin?“ (Alle anschaffenden Frauen mit Zuhältern „warten“ an der Mauer auf ihre „Freunde“ = Zuhälter. Ich hätte ihm beinahe gesagt, dass ich den „Freund“ = Zuhälter schon hinter mir habe und ich mir das für alle Frauen hier wünsche, aber ich hielt meinen Mund und sagte nur erneut „auf eine Freundin“).

Er sah mich skeptisch an (denn da sitzt normalerweise nachts keine Frau, die nichts mit dem Milieu zu tun hat und auf ihre Freundin wartet) und ging wieder das Jakobstor hindurch in Richtung Laufhäuser.

Ich habe Gründe, wenn ich dort hingehe. Macht das bitte NICHT nach, da nachts hinzugehen. Auch nicht „vermummt“ und mit FFP2 Maske im Gesicht.

An der Frauentormauer ist die Kriminalität hoch. Als ich damals im Milieu war, war die Frauentormauer milieuintern bekannt als mitunter der schlimmste Ort  für die Frauen in der Prostitution (meist Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution) in der Gegend. Ich habe damals schon kriminelle Leute dort agieren sehen mit denen sich mein Zuhälter traf und ich dabei war. 

Dass die Frauentormauer auch heute noch von Kriminalität und auch Gruppierungen, die ich von damals dort schon kannte, geprägt ist, kann man als Außenstehender u.a. auch in Freierforen nachlesen (Beispiele siehe unten) und ein Zeitungsartikel von letztem Jahr verrät ebenso Einblicke, der über einen versuchten Totschlag durch 3 Hells Angels Mitglieder im Bucuresti (Engelhardsgasse – auch gleich dort am Jakobstor bei der Frauentormauer – direkt bei den Laufhäusern) und von schweren Drohungen durch die drei HAMC Mitglieder an einer weiteren Person berichtet:

Die drei Männer werden mit Fußfesseln in den Saal geführt – die Sicherheit wird groß geschrieben, soll es sich bei den Angeklagten doch um Mitglieder des Motorradclubs Hells Angels handeln…

Der Geschädigte erlitt mehrere Schnittverletzungen, an den Scherben riss er sich die Hüfte auf und zog sich eine 15 Zentimeter lange Wunde zu, dazu kam ein Beckenbruch. Die Glasscherben bohrten sich in einen Hüftknochen und trennten seinen Oberschenkelmuskel vom Hüftknochen. Er wurde gerade noch rechtzeitig in die Notaufnahme gebracht, ohne Hilfe wäre er verblutet…

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ist überzeugt, dass die drei Männer bereits zwei Tage vorher einen anderen Mann in Angst und Schrecken versetzten – von ihm wollten sie 10.000 Euro erpressen, zahlbar innerhalb einer Woche.

Es ging dabei nicht um Schulden, vielmehr hatten sie auf die Summe „keinen Anspruch“, wie es der Ankläger formuliert.

Doch die Drohungen waren fürchterlich: Sollte er nicht zahlen, werde man seine Frau als Prostituierte auf den Strich schicken, dem Mann werde man die Leber mit einem Messer herausschneiden, und auch seiner Familie in Rumänien wolle man etwas antun. Völlig eingeschüchtert von seinen Landsleuten wandte sich der Mann an die Polizei.“ Quelle: Kneipenschlägerei in Nürnberg: Rocker sollen Gast fast totgeprügelt haben

Hier noch 3 Freierberichte über die Frauentormauer (die ich schon mal verlinkt hatte; es gibt aber weitaus mehr…):

Schlimm sind diese ganzen Zuhältertypen, die sich gegenüber von den Schaufenstern postieren und gaffen. Der ein oder andere Typ steht noch an der selben Stelle, nachdem ich ein Mädel gefickt habe und mich wieder vom Acker mache.“ https://huren-test-forum.lusthaus.cc/showthread.php?t=201689&page=12

Die SDL [Sexdienstleisterin] gestern Abend erwähnte die Problematik, dass bei vielen in der FTM [Frauentormauer] im Hintergrund ein Kerl profitiert. Nur halt nicht so offensichtlich.“ https://huren-test-forum.lusthaus.cc/showthread.php?t=201689&page=11

Sie zieht ihren Slip aus und ist überall blutverschmiert, sie hat wohl heftig ihre Tage. Außerdem kommen jetzt etliche üble blaue Flecken an Po und vor allem den Schenkelinnenseiten zum Vorschein. Bäh! Da hat sie irgendeiner ziemlich übel misshandelt… Als ich zum Eindringen ihre Beine etwas spreizen und leicht nach hinten drücken will, ich bin sicher nicht grob dabei, protestiert sie und drückt mich weg. Ich sehe trotzdem kurz das Ausmaß der Sauerei, die sie verbergen wollte. Mir vergeht es fast, aber ich bin noch ziemlich geil vom Anwichsen. Bitte um Säuberung, denn so geht das ja wirklich gar nicht. Die Fortsetzung bzw. den Beginn des Aktes will ich dann auch in der Doggy, um es schnell mit wenig Körperkontakt abzuschliessen. Doch sie nimmt dabei eine Körperhaltung ein, in der man(n) praktisch nicht in sie eindringen kann. Meine Versuche ihr klar zu machen, dass das so nicht geht, werden mit: „Gel?“ beantwortet. Meinetwegen… Das wird jetzt auf meinem Gummi aufgetragen, aber nicht an ihrer Muschi. Wieder versuche ich vergeblich vorsichtig in sie einzudringen, doch sie zieht immer weg, bevor ich sie überhaupt berühre... Verlange ziemlich aufgebracht 20 Euro zurück, denn Blasen hat sie noch erfüllt (= 30 Euro), Ficken erfolgreich verhindert. Sie dann ziemlich eingeschüchtert, weil ich wirklich richtig sauer wurde… Dem Bodybuilder Security Typ am Eingangskabuff interessiert das Ganze gar nicht, lässt den völlig kalt. Ich hätte den auch nicht angesprochen (wozu auch?), das hat die blöde Kuh gemacht, die sich die Bezahlungskürzung außerhalb des Zimmers nicht mehr gefallen lassen wollte – finde, ich war dabei echt noch fair für das was sie da abgeliefert hat und ohne dass ich ein Finish hatte. Parteiisch war der Typ auch nicht, was mich eher verwunderte. Glaube, dass sie dann erst recht verärgert war, dass ich mit ihm wirklich null Problem hatte. Er meinte nach meiner Schilderung, was überhaupt los ist, nur: „Blutverschmiert? Ist ja ne Sauerei. Aber die ist vom Fenster, keine Stammbelegschaft, da kann ich nichts machen. Macht das untereinander aus, aber bitte nicht hier im Eingangsbereich…„. https://huren-test-forum.lusthaus.cc/showthread.php?t=172842

Die Frauentormauer in Nürnberg ist von Gewalt und Kriminalität geprägt. Das Rotlichtviertel dort ist eine Unterwelt auf öffentlichen Straßen. Das gehört an- und ausgesprochen und verboten. Nicht nur in Nürnberg.“

Text von heute Nacht zu Ende.

Es ist jetzt ca. 16:30 Uhr, ich bin fertig mit meinem Termin und verlasse Nürnberg und seine Bahnhofsregion inkl. Mauer nun wieder.

Das Gute wird gewinnen. Leider erst nach unzähligen schweren Menschenrechtsverletzungen, weil nicht genügend zugehört, nicht genügend hingesehen wird, dass sich zügig etwas ändern muss. Die Menschen wachen immer mehr auf, aber das geht zu langsam. Wir haben hier keine Zeit. Irgendwann wird die Mauer bzw. die Bordelle dort geschlossen sein und eine Bewusstseinsänderung stattgefunden haben. Es wird noch viel mehr Menschen geben, die es schockierend finden werden, dass etwas so lange unter dem Deckmantel der Legalität nach unseren Gesetzen existieren durfte. Bis dahin ist es noch viel Arbeit, aber diese ist es wert und wir werden immer mehr Menschen im Kampf gegen dieses System. Deutschlandweit, europaweit, weltweit.

Die Loverboy-Methode – Vortrag im Rahmen einer Fortbildung – LAG Mädchen S-H (zoom), 24.03.22

Vor kurzem gab es einen online Fachtag (zoom) zum Thema Loverboy-Methode bei der LAG Mädchen Schleswig Holstein. Mein Vortrag wurde aufgenommen. Wenn euch das Thema „Loverboy“-Methode interessiert, könnt ihr ihn euch gerne im folgenden Video angucken.

Film über meine Arbeit in der ARD Mediathek

Foto: Max Kronawitter/IKARUS-Filmproduktion

Wer den Film von Max Kronawitter über meine Arbeit nachgucken möchte, kann das in der ARD Mediathek tun:

https://www.ardmediathek.de/video/echtes-leben/vom-bordell-ins-jurastudium/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2VjaHRlcyBsZWJlbi9lNzM4NTJiZC1mYmQwLTRhNGItODU0MC1kMjc4M2M3ODZkZjM

Ab Herbst kann der Film für Schulen und Bildungsveranstaltungen inkl. von mir erstelltem Material dazu geordert werden. Infos dazu kommen noch.

Gruß nach Passau

Ich habe meinen Studienort geheim gehalten, solange ich am Studieren war. Jetzt ist es aber raus:

Ich habe in Passau Jura studiert und aufgrund des Films von Max Kronawitter über meine Arbeit, der am 8.3.22 um 23:40 Uhr bei ARD ausgestrahlt wird, hat mich die PNP (Passauer Neue Presse) angeschrieben für ein Interview. Dieses erschien gestern in der Samstagsausgabe.

Als ich in Passau an der Uni war, las ich immer wieder Artikel über Prostitution in der Region. Auch über das Eroscenter Platin in Passau, das ein sog. Gütesiegel vom BSD bekommen hat.

Ein Ausschnitt aus dem Artikel der PNP lautet:

Heute besucht Sandra Norak Schulen in ganz Deutschland und klärt über die Gefahren der Prostitution auf. „Es ist ganz wichtig, über Methoden von Menschenhändlern aufzuklären. Es hätte mir damals geholfen, wenn ich von der ,Loverboy‘-Methode gewusst hätte, also dass es Männer gibt, die gezielt nach jungen Mädchen und Frauen suchen, Liebe vortäuschen, eine emotionale Abhängigkeit erzeugen und von Anfang an den Vorsatz haben, die Frau damit in die Prostitution zu treiben und auszubeuten. Als junger Mensch kommt man nicht darauf, dass es so etwas geben könnte.“… Sandra Norak ist sich aus ihren Erfahrungen im Rotlichtmilieu sicher: Die meisten Prostituierten sind Opfer von Menschenhändlern oder Zuhältern. „Manche Frauen werden auch eingesperrt, andere haben keine Zuhälter, aber eine Traumatisierung, wurden zum Beispiel in ihrer Kindheit sexuell missbraucht und kennen es nicht anders. Der Begriff der Freiwilligkeit ist hier ein fragwürdiges Konstrukt, wenn ein Mensch einfach nicht weiß, wie ein Leben ohne Gewalt aussieht.“ Die meisten Freier würden diese Umstände  auch durchaus sehen, nehmen sie aber – wortwörtlich – in Kauf.
Sandra Norak kennt auch die Regeln des Milieus, weiß, wie die Frauen dazu gebracht werden nach außen hin zu vermitteln, dass sie glücklich sind und freiwillig als Prostituierte arbeiten…
Ein großes Anliegen ist der 32-Jährigen, dass  Bordellbetreiber künftig nicht mehr so viel in der Öffentlichkeit zu Wort kommen.  Sie seien Teil der „Ausbeutungsmaschinerie“. Nach Noraks Erfahrungen ist es in den meisten Fällen nicht möglich, dass ein Bordellbetreiber überhaupt genug Frauen für seine Einrichtung findet, ohne dabei auf Kontakte ins Milieu, zu Menschenhändlern und Co. zurückzugreifen. Auch warnt sie davor, den Gütesiegeln für Bordelle zu vertrauen, die vorgeben, die Frauen würden selbstbestimmt und freiwillig in der Prostitution arbeiten. „Keiner außer die Frauen selbst weiß genau,  was die Frauen bewegt, wer oder was dahinter steckt.“  
Die ARD-Dokumentation „Echtes Leben: Vom Bordell ins Jurastudium“  ist am Dienstag, 8. März, um 23.40 Uhr im Ersten zu sehen. Weitere Informationen gibt es unter  www.sandranorak.com bzw. https://ge-stac.com/

Hier geht es zum ganzen Artikel in der PNP:

https://www.pnp.de/lokales/stadt-und-landkreis-passau/passau-stadt/Frueher-Zwangsprostituierte-heute-Juristin-Niederbayerin-berichtet-4251922.html

Ich freue mich über jegliche Menschen in Passau (und natürlich auch woanders), die das Thema nun auch verstärkter in den Blick nehmen.

Wer mal lesen möchte, was Passau für „tolle“ Freier hat, die einfach so über „lustlose“ Frauen drüber rutschen (wobei lustlos ein sehr sichtbares äußerliches Anzeichen davon ist, dass sie – trotz dessen, was sie sagen (muss) – sehr wahrscheinlich nicht möchte, was hier gerade stattfindet, und sie gar vielleicht unter Druck/Zwang steht, was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass Frauen, die gut schauspielern und lächeln – weil sie es müssen – generell ok sind oder ohne Druck/Zwang arbeiten), der lese z.B. das hier:

Offizielle Ankündigung von Ge-STAC: Deutscher Rat von Betroffenen von Menschenhandel und Ausbeutung

Ich möchte zu Anfang meine ganze Solidarität mit den Menschen in der Ukraine bekunden und allen, die helfen und dagegen aufstehen.

Ich möchte zum Zweiten ein Herzensprojekt ankündigen, das gestartet ist:

Es gibt nun

Ge-STAC: Germany’s Survivors of Trafficking and Exploitation Advisory Council:

Deutscher Rat von Betroffenen von Menschenhandel und Ausbeutung

Unsere Eröffnungsveranstaltung wird online via zoom im März stattfinden. Weiteres haben wir auch schon geplant. Genauere Informationen dazu kommen bald.

Die Justitia ohne Augenbinde und mit gerader Waage ist unser Logo, denn wir möchten, dass Gesellschaft, Gesetzgeber und Justiz noch besser hinsehen (mehr dazu auf unserer Homepage: https://ge-stac.com/). Ich hatte eine Idee im Kopf bzgl. dem Logo und Alica, ebenfalls Betroffene von Menschenhandel und Ge-STAC Mitglied, hat es designtechnisch umgesetzt – ich finde, sie hat es großartig gemacht:

Wer sind wir?

Ge-STAC wurde von mir ins Leben gerufen und ist eine Organisation von Betroffenen für Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung.

Alle, die bei uns sind, sprechen und agieren aus gelebter Erfahrung heraus.

Wir haben verschiedene Nationalitäten, wohnen in unterschiedlichen Ländern und waren in Deutschland und/oder in anderen Ländern von Menschenhandel und Ausbeutung betroffen. Unsere Expertise ist vielfältig und länderübergreifend.

Wir sind unabhängig und richten den Blick allein auf das, was uns wichtig ist.

Der spezielle Fokus und die spezielle Expertise von Ge-STAC liegen im Bereich des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und der Ausbeutung in der Prostitution. Unserer Erfahrung nach ist die absolute Mehrheit der in der Prostitution tätigen Personen von sexueller Ausbeutung durch Dritte betroffen (Menschenhändler/Zuhälter). Speziell im Bereich der Prostitution kann sich unseren Einsichten und unseren Erkenntnissen nach eine Ausbeutungslage aber auch durch die Ausnutzung von speziellen Vulnerabilitäten wie Vortraumatisierungen und persönlichen und wirtschaftlichen Zwängen ergeben – durch Sexkäufer/Freier, Bordellbetreiber oder andere Akteure. Wir differenzieren zwischen verschiedenen Bereichen, Stufen und Intensitäten in den unterschiedlichen Formen der Ausbeutung, wir verharmlosen aber keine einzige Form der Ausbeutung. Wir halten es für notwendig, eine angemessene Sprache für das zu verwenden, was wir in diesem System erfahren haben, um keine Form der Gewalt unsichtbar zu machen.

Wir möchten eine große Plattform mit vielen Kooperationen schaffen. Einerseits zur Aufklärung, aber langfristig auch, um Betroffenen helfen und Lebensperspektiven schaffen zu können – für das Leben “Danach”. Die Hilfen beschränken sich oft nur auf Schutzhäuser oder das „Herauskommen“, aber das genügt leider nicht. Es ist häufig so, dass Betroffene in die Ausbeutung zurückfallen, weil sie kein „Danach“ für sich finden und mit den Folgen der Ausbeutungszeit allein gelassen werden. Wir möchten mithelfen, ein „Danach“ zu schaffen.

Herzensprojekt startet ❤

Was uns ausmacht und unsere Ziele findet ihr auf unserer Homepage https://ge-stac.com/ und wie ihr uns unterstützen könnt, das erfahrt ihr hier: https://ge-stac.com/wir-suchen-dich-sie/

Wenn Freier sich und/oder anderen Menschen einreden möchten, dass sie die „respektvollen“ und „guten“ Freier sind

Ich habe heute den Kommentar eines Freiers gefunden und möchte euch einen Auszug davon zeigen:

Ich weiß, dass u.a. viele Freier hier auf meiner Seite lesen, denn ich sehe immer wieder Verlinkungen aus Freierforen auf meine Seite, zum Beispiel diese hier: https://huren-test-forum.lusthaus.cc/showthread.php?t=290565

Was haben wir oben im Text also für ein „Freierexemplar“?

Einen jener Freier, die über andere Freier schimpfen und sich selbst als die Tollen darstellen, weil sie sich – zum Beispiel wie der Freier oben – zuvor geduscht haben und den ausgemachten „Service“ einhalten.

Dann ist dieser Freier oben im Text ja wirklich noch so vermeintlich überzeugt von sich und denkt, er könne einer Frau, die er dafür bezahlt, dass sie sich von ihm penetrieren lassen muss, „ein Lächeln ins Gesicht zaubern“.

Nun, gelächelt habe ich damals auch oft. Allerdings, weil ich es musste und nicht, weil das Lächeln echt war. Zu lächeln und so zu tun, als ob es einem gut geht, ist Teil des „Geschäfts“. Viele Frauen versuchen es zumindest, müssen es versuchen. Man versucht zu lächeln und freundlich zu sein, während man innerlich gerade stirbt. Manche Frauen, die „neu“ in das Milieu kamen, tranken wenig bis gar keinen Alkohol zuvor (wie ich anfangs) und man konnte die Tage zählen, bis sie massenhaft Alkohol tranken, denn ohne Alkohol und/oder Drogen ist es – jedenfalls auf Dauer – nicht möglich, freundlich zu sein und zu lächeln, während man fühlt, sexuell missbraucht zu werden. Und das bis zu 10 – 20 Mal am Tag. Von anderen kenne ich noch höhere Zahlen.

In der Prostitution wird nicht nur von einem erwartet, dass man es aushält und über sich ergehen lässt, sondern es wird darüber hinaus erwartet, dass man Freiern „ein Lächeln“ schenkt, was diese dann so interpretieren können wie der Freier oben im Textausschnitt, nämlich dass sie den Frauen „ein Lächeln ins Gesicht zaubern“.

Dass dieses Lächeln nicht echt ist, wissen die allermeisten Freier, denn es gibt immer Momente, in denen der Gesichtszug aufgrund von unerträglichen Schmerzen und des Nachlassens der Wirkung des Alkohols entgleitet. Das habe ich auch im Hinblick auf andere Frauen beobachten können, wenn ein Freier zwei Frauen haben wollte und ich mit einer anderen Frau und diesem Freier auf Zimmer war. In manchen Momenten, wenn ich gerade nicht „an der Reihe war“, konnte ich die Freier und das, was da gerade zwischen dem Freier und der Frau geschah sowie Augen, Mimik und Gesichtsausdrücke besonders gut beobachten, was mir das Herz zerbrochen hat, denn MAN SIEHT DIE GEWALT, auch dann, wenn die Frau versucht, es nicht als solche aussehen zu lassen. Viele Freier erregt es auch, wenn sie merken, dass man Schmerzen hat und sie sehen, dass man damit kämpft, sich das Weinen zu verkneifen, oder es ist ihnen schlicht einfach egal, ob man lacht oder weint, man wird als lebende Puppe behandelt, die die ausgemachte Zeit herzuhalten hat. Dass es einem schlecht geht, wird von Freiern entweder toll gefunden, als Teil der Machtausübung und Erniedrigung, oder es wird ignoriert. Sie sehen es, aber sie wollen ihren Spaß, sie wollen das, wofür sie bezahlt haben. Momente, in denen der Schmerz mehr als sichtbar wird, blenden sie aus, erwähnen ihn nicht und erzählen dann lieber – ähnlich zum Freier oben – nur von dem „Lächeln“ der Frau, dessen Aufgesetztheit im Übrigen jeder halbwegs normale Mensch mit auch nur ein bisschen Empathie spüren kann.

Der Freier oben sagt, dass er sich duscht und den „Service“ einhält.

Dadurch entsteht aber dennoch kein sexueller Konsens auf Seiten der prostituierten Frau, wirklich mit diesem Menschen intim werden zu wollen. Da kann er sich 20 Mal duschen und schrubben und sich das teuerste Parfum draufsprühen und die Frau in ein 5 Sterne Hotel mit Rosen auf dem Bett empfangen: Eine gefühlte Vergewaltigung, ein gefühlter Missbrauch, ändert sich nicht dadurch, dass jemand nicht stinkt, den „Service“ einhält und dich im Luxushotel empfängt. Ein abwegiger Gedanke, eine ungewollte Nähe und Penetration würde dadurch „nett“, „respektvoll“ oder was auch immer, weil die äußeren Umstände „gut“ sind. Missbrauch ändert sich nicht dadurch, dass man die äußeren Umstände um ihn herum „schön“ gestaltet und versucht, ihn damit „respektvoll“ auszuüben, was im Übrigen auch gar nicht geht. Schmerz ist Schmerz, seelisches Leid ist seelisches Leid, egal ob in einem Keller auf einer schäbigen Matratze oder im Himmelbett mit Champagner und Erdbeeren neben dran, egal ob ein Mensch geduscht oder ungeduscht ist.

Schlimmer geht natürlich immer. Zum Beispiel wenn Freier Drogen genommen haben und handgreiflich werden. Steigerungen von Missbrauch und Gewalt gibt es immer. Dass es immer schlimmer geht, bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass duschen und vermeintliches gut riechen sowie „Service“ einhalten dazu führt, dass es nicht schlimm ist. Viele meiner Freier hatten Parfum dran, wo andere sagen würden: Das riecht doch gut. Nach meinem Ausstieg bekam ich Flashbacks, wenn ich die Parfums meiner damaligen Freier irgendwo an anderen Männern oder in Geschäften gerochen habe. Da es sehr viele Freier und daher sehr viele Parfums waren, war das keine Seltenheit.

Missbräuchliches Verhalten ist und bleibt missbräuchliches Verhalten und man kann es nicht dadurch ausschalten, dass man gut riecht oder sich duscht. Im Gegenteil: Der Geruch wird Teil des Missbrauchs und dann oft zum Triggerpunkt als Traumafolge.

Dass viele meiner Freier sich geduscht und den „Service“ eingehalten haben, hat übrigens an der Tatsache, dass ich von Menschenhandel und Zuhälterei betroffen war und lange Zeit nahezu alles abgeben musste, nichts geändert. Meine Zwangsprostitution ist durch die Dusche und das Parfum eines Freiers nicht schöner geworden.

Gehobener Escort muss auch nicht immer Selbstbestimmtheit heißen, denn Zuhältern ist es natürlich auch lieber, wenn sie pro Stunde mehr kassieren können als in irgend einem Bordell. Als ich im Flat-Rate-Bordell war, musste ich erstmal 15-20 Freier machen, bis mein Zuhälter am Ende des Tages zwischen 150-200 Euro in der Hand hatte, je nachdem wieviel eine Frau pro Freier bekam (was davon abhing wie oft ein Freier mit seiner an den Betreiber gezahlten Pauschale auf Zimmer ging). Durch den Escort und die Haus- und Hotelbesuche bekam ich das oder mehr in 1 Stunde.

Nicht vom Schein trügen lassen:

Nur weil etwas nach außen hin wie Selbstbestimmtheit aussieht, muss noch lange keine dahinter stecken. Nur weil eine prostituierte Frau lächelt, weil sie es – aus unterschiedlichen Gründen – muss, ist dieses Lächeln nicht echt. Nur weil eine prostituierte Frau sagt, dass es ihr gut geht und alles ok ist, weil sie es – aus unterschiedlichen Gründen – muss, heißt das noch lange nicht, dass es auch so ist.

Ich hatte viele Freier, die so geredet haben wie der Freier oben im Textausschnitt – und sie haben mich ganz besonders angewidert, weil sie den von ihnen begangenen Missbrauch verleugnet haben. Die Leugnung von Missbrauch und das Verdrehen von Dingen (z.B. als wäre der Missbrauch etwas „Nettes“), kann auf der emotionalen Ebene noch schwieriger zu ertragen sein.