Identifikation

Eigentums-Tattoos von Zuhältern – Betroffene identifizieren

Anlässlich des europäischen Tages gegen Menschenhandel am Sonntag, den 18.10.2020 – ein längerer Text, der mir aber sehr wichtig ist.

Ich möchte mit diesem Beitrag vertiefter über Eigentums-Tätowierungen von Zuhältern aufklären und schreibe ihn, damit Betroffene besser identifiziert werden können. Sie können sich oftmals lange nicht äußern, unterliegen verschiedenen Abhängigkeiten und Zwängen. Es gibt aber äußere Merkmale, an denen man erkennen kann, dass etwas nicht in Ordnung ist, etwas doch nicht so selbstbestimmt ist, wie die Frauen es meist vorgeben. Ein Merkmal davon sind diese Eigentums-Tattoos. Und die sah ich sehr oft auch bei anderen prostituierten Frauen.

(Siehe zu meinem Tattoo vor allem weiter unten noch die im Text fettgedruckten Stellen)

Ich habe so gut wie nichts mehr von damals aus der Prostitution bei oder an mir, was mich heute noch begleitet. Als ich nach meinem Ausstieg in eine neue Stadt gezogen bin, habe ich außer ein paar wichtige Dinge alles weggeschmissen. Prostitutionsklamotten, Prostitutionsschuhe, einfach alles. In dieser Hinsicht keine Spur mehr davon, dass ich je in der Prostitution war. Ich wollte alles vergessen und hinter mir lassen. Ein neues Leben bitte. Nur eine Sache habe ich zwangsläufig behalten, die (noch) da ist: Das Tattoo auf meinem Rücken.

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