Über Freier, Zynismus und das Umdenken

 

Wie ich gesehen habe, wurde nach dem Spiegel Artikel in einem Freier Forum über mich bzw. das Thema diskutiert:

https://www.freiermagazin.com/freier-forum/threads/die-wahrheit-%C3%BCber-das-leben-in-der-prostitution.48226/

Zum Beispiel wurde hier geschrieben:

„Ich finde das alles ganz prima was die da so schreiben, es bleibt allein die Frage wie man das Geschlechtsleben der Männer in den Griff kriegen will. Vielleicht mit Brom, Hormonen oder einem Eingriff?“

Herr XY,

ich hoffe, Ihnen ist klar, dass Sie sich selbst mit diesem Satz auf ihr Geschlechtsteil reduzieren und sich kleiner und verstandloser machen als Sie wahrscheinlich sind. Wir sind alle durch die Evolution gegangen – der „Trieb“ mag da sein, aber mit der Vorgabe ihn nicht unter Kontrolle haben zu können, ihm hilflos ausgeliefert zu sein, stellen Sie sich dar als hätten Sie keine Wahl, als wären sie unfähig ihren Verstand einzuschalten und ihr Handeln zu kontrollieren. Sie machen sich mit Ihrer Aussage selbst zu einer armseligen Kreatur, die nicht selbstständig entscheiden kann. Sie zeichnen hier ein sehr trauriges Männerbild und es tut mir leid für diejenigen Männer, die nicht so sind, die Sie aber automatisch in Ihre Aussage durch den Begriff „der Männer“ miteinbeziehen.

Weiter:

„Ansonsten ist das die Wahrheit über deren Prostitution und nicht über die Prostitution. Ich kenne tatsächlich berufsbedingt hunderte von Frauen, die alle ihre Probleme haben, aber ganz anders leben als die Wahrheitsbestimmerin hier. Wenn Du denen, jeder einzelnen(!), einen Job anbieten würdest, der ihren Fähigkeiten entspricht, würde keine diesen annehmen.“

Ich nehme an, Sie meinen hier, dass Sie hunderte von Prostituierten kennen? Wenn dem so ist, frage ich mich wie Sie hunderte von Prostituierte BERUFSBEDINGT kennen können, die dann auch angeblich noch alle Prostituierte sein wollen, selbst wenn man ihnen einen anderen Job anbieten würde. Sind Sie vielleicht ein Bordellbetreiber/Zuhälter oder woher kennen Sie BERUFSBEDINGT hunderte von angeblich zufriedenen Prostituierten? Stellen Sie mir diese „hunderte von Prostituierten“ doch gerne mal vor, ich möchte Sie allesamt kennenlernen.

Ich bin keine „Wahrheitsbestimmerin“, sondern ich gebe lediglich das Elend wieder, was ich in 6 Jahren in diversen Bordellen gesehen habe. Und diese Zustände sind nun mal die Wahrheit, wenn sie auch manchen nicht gefällt oder nicht ins Bild passt, weil sie es lieber verdrängen/nicht wahrhaben wollen/nicht sehen können, etc…

Weiter:

„Man müsste der Dame in ihrem Blog mal die richtigen Fragen stellen: z.B:
Recht hast Du, brave Streiterin. Aber wie soll das gehen, wenn es armen Frauen nicht mehr erlaubt ist so Geld zu verdienen? Von was sollen diese dann leben? Wer bezahl deren Unterhalt? Wer versorgt die Familien daheim in Rumänien, Bulgarien usw?…

Was machen die Mädchen, die arbeiten wollen? Von was leben, die die nichts anderes können?“

Erstens verbietet das „schwedische/nordische Modell“ den Frauen nicht sich zu prostituieren. Und zweitens ist es zynisch, Menschen der Prostitution auszusetzen mit dem Argument, sie können sowieso nichts anderes. Oder zu sagen, dass Prostitution ok ist, weil es keine anderen legalen Alternativen für diese Menschen gibt. Was sind das für Argumente? Das sind für mich keine Argumente, sondern ein Zynismus, der nicht mehr zu übertreffen ist.

Eine Studie von Dr. Melissa Farley (mit 854 Menschen aus 9 Ländern, die zu diesem Zeitpunkt entweder noch in der Prostitution waren oder sie kurz davor verlassen hatten) besagt folgendes:

We found that prostitution was multitraumatic: 71 % were physically assaulted in prostitution; 63 % were raped; 89 % of these respondents wanted to escape prostitution, but did not have other options for survival. A total of 75 % had been homeless at some point in their lives; 68% met criteria for PTSD (Post Traumatic Stress Disorder)

Quelle: Prostitution and Trafficking in Nine Countries: An Update on Violence and Post Traumatic Stress Disorder

Als Staat, der es sich zur Aufgabe macht sich für Menschenrechte einzusetzen, ist es seine Aufgabe Hilfe und Alternativen zu schaffen um Menschen aus diesem Sumpf zu befreien. 89 % wollen sich der Studie nach gar nicht prostituieren. Sie haben tagtäglich Geschlechtsverkehr gegen ihren eigentlichen Willen. Warum schafft man zum Beispiel für ausländische Prostituierte keine Deutschkurse, Aus – und Weiterbildungen, INTEGRATION, wie wir sie zum Beispiel für Flüchtlinge haben, aber nicht bzw. nicht ausreichend für Menschen, die in der Prostitution im eigenen Land bereits seit Jahren elendigen Zuständen ausgesetzt sind? Dass das viel Geld kostet ist mir klar, aber wenn man als menschenrechtsliebendes Land kein Geld dafür ausgeben will, dass unzählige Menschenwürdeverletzungen aufhören und stattdessen die sexuelle Integrität, der persönlichste Bereich der Intimsphäre, geschützt wird, wofür dann?

Dieser Auszug von Dr. Farley sollte zum Nachdenken anregen:

Some pimps, some sex buyers and some governments have made the decision that it is reasonable to expect certain women to tolerate sexual exploitation and sexual assault in order to survive. Those women most often are poor and most often are ethnically or racially marginalised. The men who buy them or rape them have greater social power and more resources than the women. For example, a Canadian prostitution tourist commented a bout women in Thai prostitution, “These girls gotta eat, don’t they? I’m putting bread on their plate. I’m making a contribution. They’d starve to death unless they whored.” [2] This self-congratulatory Darwinism avoids the question: do women have the right to live without the sexual harassment or sexual exploitation of prostitution – or is that right reserved only for those who have sex, race or class privilege? “You get what you pay for without the ‘no,’” a sex buyer explained.[3] Non – prostituting women have the right to say “no.” We have legal protection from sexual harassment and sexual exploitation. But tolerating sexual abuse is the job description for prostitution.

Quelle: Very inconvenient truths: sex buyers, sexual coercion, and prostitution-harm-denial

Ich habe in den letzten zwei Wochen auch erstaunlich viele positive Freier-Feedbacks erhalten.

Das hier schrieb heute ein ehemaliger Freier namens Marc unter meinem „Update“-Beitrag:

Hallo,
zunächst möchte ich sagen, dass ich heute das Nordische Modell vollkommen unterstütze und sofort dafür unterschreiben würde.

Ich lese diesen Blog mit hohem Interesse. Ich bin oder besser war ein Freier, der für viele Jahre zu Prostituierten gegangen ist. Seit 2 Jahren bin ich nicht mehr gegangen und hoffe, dass ich es nie wieder tun werde.

Ich möchte mich bedanken für die Artikel hier und die Wiedergabe, was wirklich in den Frauen vorgeht. In einigen Artikeln und Kommentaren habe ich dieselben Argumente gefunden, die ich auch Jahrelang verwendet habe, um mein eigenes Verhalten zu rechtfertigen. Heute weiß ich wie selbstbelügend diese Argumente sind. Ich bin nun überzeugt, dass keine Frau wirklich freiwillig ihren Körper – und wie hier sehr gut dargelegt, die Seele – für Geld verkauft. Sei dies nun als Prostituierte oder Pornodarstellerin. Es gibt sicher kein 12 jähriges Mädchen, dass dies als Berufswunsch angibt. So glaube ich auch, dass selbst bei denjenigen, die Behaupten sie tuen dies völlig freiwillig, irgendein Problem dahinter liegt. Im Prinzip genauso, wie bei Frauen, die bei häuslicher Gewalt immer noch bei ihrem Partner bleiben und sich einreden es wäre ja nicht so schlimm.

Für mehr als 20 Jahre habe ich bei Prostituierten etwas gesucht, was es einfach für Geld nicht zu kaufen gibt. Und ich bin heute überzeugt, dass dies bei allen Freiern so ist in der einen oder anderen Form. Leider ist es so, dass unsere Gesellschaft und unsere Vater oder andere Vorbilder uns vorgaukeln, dass sowas normal ist und man darüber etwas bekommt, was man braucht. Heute weiß ich was für ein Blödsinn das ist. Sex ist etwas Schönes und intimes zwischen zwei Menschen in den richtigen Umstanden, aber Geld oder andere Form der Bezahlung gehört sicher nicht dazu. Im Gengenteil durch mein Verhalten habe ich mich immer mehr davon entfernt worauf es wirklich ankommt und so ist es bei allen aktiven Freiern.
Aber es ist hart sich der Wahrheit zu stellen. Die Wahrheit ist unbequem und absolut schrecklich. Ich habe lange gebraucht mich dieser zu stellen. Und obwohl ich nie etwas illegales getan habe und mich sogar auch für einen „netten Freier“ (Danke für den Artikel, der das klar ebenfalls klar stellt) gehalten habe, muss ich mich doch dem stellen, dass ich am Mord von so vielen Seelen mitgewirkt habe. Ich hoffe ebenfalls, dass diese Seelen nicht für immer zerstört sind und dass es irgendeinen Weg gibt zumindest eine kleine Wiedergutmachung zu leisten. Nichtsdestotrotz werde ich diese Schuld mit ins Grab nehmen.

Da wir ein gesellschaftliches Umdenken brauchen unterstütze ich dieses Gesetz voll und ganz, da es das richtige Signal geben würde. Die Erfolge des Nordischen Modell sprechen für sich. Auch denke ich dass viele Freier dann erst erkennen werden, dass sie ebenfalls ein wirkliches Problem haben und letztendlich vielleicht Hilfe suchen. Denn genauso wie bei häuslicher Gewalt ist natürlich oberste Priorität der Schutz der Opfer, aber die Täter benötigen ebenfalls Hilfe, das sie oft keinen anderen Weg kennen. Leider können und wollen viele Freier sich nicht als Täter sehen und das muss sich ändern, nicht nur für die Frauen, aber auch für die Männer selbst.

Ich werde weiterhin diesen und andere Blogs verfolgen, denn sie helfen mir mich immer wieder zu erinnern und nicht wieder irgendwelchen Trugschlüssen zu erliegen.

Alles Gute

Ich danke diesem Mann für seine Ehrlichkeit, seine Courage und sein Umdenken. Und den vielen anderen Ex-Freiern oder solchen Männern, die darüber nachdachten zu Prostituierten zu gehen, und mir nachdenkliche E-Mails geschrieben und um Rat gefragt haben (deren Mails ich leider noch immer nicht alle beantworten konnte). Vielleicht wäre es hilfreich, wenn ihr euch alle untereinander zusammenschließt, über eure Erfahrungen, Eindrücke, etc… sprecht/schreibt und gemeinsam anfangt aktiv gegen das „System Prostitution“ zu werden. Eine weitere Bewegung wie Zéromacho wäre in Deutschland sehr wichtig. Vernetzt euch doch. Evtl. lege ich bald einen Facebook-Account an und könnte dann eine Gruppe erstellen, wo ihr euch austauschen könnt oder ihr macht das am besten selbst und gebt mir Bescheid, dann mache ich hier darauf aufmerksam.

Jeder kann etwas verändern. Und Marc: ich glaube, nicht immer muss man eine Schuld mit in das Grab nehmen, wenn man bereit ist umzukehren, einen anderen Weg einzuschlagen, und das dann auch tut. Das macht Vergangenes zwar nicht wieder gut, aber durch jeden Menschen, der endlich hinsieht und der Gewalt den Kampf ansagt, kann die Zukunft positiv verändert werden. Das ist, was jetzt zählt.

Und es braucht jede einzelne Hilfe für ein noch größeres Umdenken in unserer Gesellschaft.

Zum Schluss möchte ich nochmal Dr. Melissa Farley zu Wort kommen lassen:

1) The truth about prostitution is often concealed behind the lies, manipulations and distortions of sex trade pimps, managers and others who profit from the business. The deeper truths about prostitution are revealed in survivors’ testimonies, as well as in research on the psychosocial and psychobiological realities of prostitution.

2) At the root of prostitution, just like other coercive systems, are dehumanization, objectification, sexism, racism, misogyny, lack of empathy/pathological entitlement (pimps and johns), domination, exploitation, and a level of chronic exposure to violence and degradation that destroys the personality and the spirit.

3) Prostitution cannot be made safe by legalizing or decriminalizing it. Prostitution needs to be completely abolished.

4) Prostitution is more like being chronically sexually harassed, endangered, and raped, than working in a fast food restaurant. Most women in prostitution suffer from severe PTSD and want to get out.

5) Sex buyers are predators; they often engage in coercive behavior, lack empathy and have sexist attitudes that justify abuse of women.

6) A solution exists. It is called the Swedish model and it has been adopted by a number of countries including Sweden, Norway, Iceland, and Northern Ireland (mittlerweile auch Kanada, Frankreich und Irland – Israel ist aktuell auf dem Weg). The essence of the solution is: criminalization for johns ad pimps; decriminalization for women, and the provision of resources, alternatives, safe houses, rehabilitation.

7) Prostitution affects all of us, not just those in it.

Quelle: Very inconvenient truths: sex buyers, sexual coercion, and prostitution-harm-denial

35 Kommentare

  1. Hallo

    Also ich wurde erst mit 40 Jahren zum Freier, weil ich bis anhin eigentlich noch an die grosse Liebe geglaubt habe. Nach einer herben Enttäuschung mit einer Frau, welche mich zu tiefst verletzt hatte, konnte ich mich dann überwinden zu einer Prostituierten zu gehen. Welche mich dann auch wirklich gleich über die Prostitution aufklärte und mir auch sagte es sei ein furchtbarer Job ich solle mir doch eine Freundin suchen.
    Nun ja diese Worte sind mir lange nachgegangen und ich habe mich dann doch dafür entschieden nicht das ganze Leben auf körperliche Nähe zu verzichten und ins Grab zu gehen ohne Sex.

    Ich muss noch klarstellen, was auch bereits auf diesem Bog angesprochen wurde, auch aus Respekt gegenüber der Arbeit von Prostituierten, der Sex mit einem WG ist um ein vielfaches erfüllender, als die Selbstbefriedigung.

    Deshalb kann nicht einfach von einer Person verlangt werden sich so durchs Leben zu schlagen, wenn es noch andere Alternativen gibt. Dies ist dann sehr egoistisch gedacht von Leuten welche in einer Partnerschaft leben.

    Was mir noch ganz wichtig ist, es wurde im Prinzip auf diesem Blog die physische Gewalt von Freiern gegenüber Prostituierten gleichgesetzt mit sogenannten zärtlichen Freiern, was seelisch durchaus der Fall sein mag, aber um Himmels Willen nicht noch die brutalen Freier damit ermutigen, wenn diese das lesen, es kommt ja nicht darauf an, ich kann ja ruhig die Hure körperlich schlecht behandeln ich bin ja dadurch nicht mehr im Unrecht als der anständige Freier.

    Und was ich auch nicht so toll finde, falls vorher nicht nachgefragt oder dies besprochen wurde, wenn persönliche Nachrichten von Usern einfach in diesem Blog veröffentlich werden, finde ich dann eigentlich respektlos gegenüber diesen Personen.

    Zwangsprostitution finde ich auch absolut Menschenunwürdig und ist nach meinen Erfahrungen bis anhin wahrscheinlich tatsächlich häufiger der Fall als gedacht. Oft einfach etwas versteckt und nicht so offensichtlich für die Freier.
    Schlussendlich geht es immer ums Geld und der Staat verdient ja aufgrund der Steuern sehr viel davon, deshalb wurde die Prostitution damals auch legalisiert.
    Deshalb würde ich eher dort helfen, wo Not angebracht ist, dies ist auch absolut sinnvoll, ansonsten ein Tsunami lässt sich ja auch nicht aufhalten.
    Die Regierung wird kaum Interesse am „Nordischen Modell“ haben.

    Ansonsten wünsche ich Sandra viel Kraft um das Studium erfolgreich abzuschliessen und hoffe dass sie eines Tages wieder mehr Vertrauen in die Menschheit haben kann und in der Zukunft ihr Glück finden wird.

    Alles Gute
    Oli

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    1. Hallo Oli,

      zu Anfang: ich veröffentliche keine persönlichen Nachrichten, die mir per E-Mail geschrieben werden. Wie kommst du darauf? Die Nachricht von Marc (falls du die meinst) war hier in den Kommentaren, die alle immer öffentlich sind.
      Falls du die Zitate meinst, die ich aus dem Freierforum genommen habe: die sind auch öffentlich und jedem zugänglich…

      Zum anderen: du weißt also, dass es furchtbar für die Frauen ist mit jemandem wie dir Geschlechtsverkehr zu haben und tust es trotzdem? Weil du dich selbst bemitleidest und für dich keine andere Alternative siehst? Es ist ok für dich, am Leid anderer Menschen beteiligt zu sein, nur damit du deine Bedürfnisse befriedigen kannst?
      Das ist beschämend und empathielos.

      Ein Tsunami lässt sich ja auch nicht aufhalten? Die Regierung wird kaum Interesse am „Nordischen Modell“ haben?

      Ja ja… wie Jane Goodall sagte: „The greatest danger to our future is apathy“.

      Ich bemühe mich wirklich immer einigermaßen sachlich zu bleiben, aber ganz ehrlich:

      versinke nicht in Selbstmitleid, sondern pack deine Eier da aus, wo du sie scheinbar einst vergraben hast und appelliere an deinen menschlichen Verstand!

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    2. Hi,

      Ich habe ueberhaupt kein Problem damit, dass mein Kommentar zu einem anderen Artikel wiederverwendet bzw zitiert wird. Schliesslich habe ich dies im oeffentlichen Teil getan. Ansonsten haette ich eine private email geschrieben. Von daher sehe ich die Kritik hier unangebracht und falsch.

      Ferner schreibst Du, dass der Sex mit einer Prostituierten viel erfuellender ist als Selbstbefriedigung. Ich hoffe, dass Du hier nochmal nachdenkst. Ich habe auch mal so gedacht. Heute ist mir jedoch klar, dass der Sex mit einer Prostituierten nichts anderes ist als Selbstbefriedigung. Am Ende hatte ich (und ich glaube alle Freier) doch nur Sex mit mir selbst und meiner Fantsie, die ich bei der Prostituirten zu erfuellen versuchte. Die Person war mir doch gleichgueltig auch wenn ich mir immer versucht habe das Gegenteil einzureden. Es musste auch so sein, denn die Person hinter der Prostituierten habe ich und konnte ich auch nie kennenlernen. Es haette jede sein koennen so lange sie nur meine Fantasie erfuellt und manche haben dies besser vermocht als andere. Bei denen, die dies besser konnten habe ich mich der Illusion der Erfuellung hingegeben. Am Ende habe ich mich selbst betrogen und dazu noch einen anderen Menschen geschadet.

      Die Erfuellung unserer Wuensche ist schoen und erstrebenswert, aber nicht auf Kosten anderer. Ich habe gelernt, dass Sex absolut optional ist und ich es nicht zum ueberleben und zu meiner Erfuellung brauche.

      Ferner ist die Idee, wie sie oben im Artikel angebracht wurde, eine Austauschplattform fuer Ex-Freier und solche, die es werden wollen zu haben, sehr gut. Viele sagen echte Maenner brauchen keine Prostitution und dergleichen, aber es fehlt fuer viele von uns wie man denn dann als echter Mann wird und ist. Ich musste dies auch erst lernen und tue es immernoch jeden Tag ein wenig mehr.

      Ich werde dies aufgreifen. Vielen Dank!

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  2. Sali Sandra

    Du kennst meinen Hintergrund ja nicht und diesen werde ich hier auch nicht veröffentlichen.

    Ich bin ein absoluter Kämpfer in meinem Leben deshalb lasse ich mich nicht mehr so einfach verbiegen und musste sehr viel einstecken.

    Also ob es für eine Prostituierte so furchtbar mit mir ist, wahrscheinlich eher nicht, wenn sie gegenüber mir so offen sind. Vom Aussehen sicherlich nicht, da bekomme ich immer wieder Komplimente, ob ich wirklich 40 sei, ob ich was an mir gemacht habe, weil ich laut Schätzungen wie 30 aussehe. Wir werfen uns manchmal auch am Ende noch tiefe Blicke zu, ich weiss alles nur gespielt von der WG aber ich mag diese teilweise echt gut und dies merken diese Frauen auch bin ich sehr zärtlich und eher zurückhaltend. Ich hoffe zumindest dass diese bei mir seelisch nicht allzu sehr leiden vielleicht mehr Wunschtraum als Realität.
    Nochmals ich finde es absolut schlimm wenn angetrunkene Männer mit Prostituierten dermassen grob umgehen.

    Und so leicht auf die Schulter nehme ich dies nicht, weil es geht mir dann manchmal Tage nach, ansonsten hätte ich dir nicht geschrieben und lese sehr viel über dieses Thema gerade weil ich vielleicht sehr viel Verstand habe und sehr viel nachdenke.

    Sobald ich eine Frau hätte wurde ich definitiv darauf verzichten. In dieser Situation im Moment eher unwahrscheinlich habe zurzeit auch noch Verpflichtungen gegenüber anderen Personen kann nicht von allem davonlaufen. Aber es wäre mir wirklich lieber ich wäre nie diesen Weg gegangen habe ja auch Jahre darauf verzichtet, bis mich eine Frau (Date) dermassen provozierte dass mir wirklich alles egal wurde, aber einfach war dieser Schritt trotzdem nicht.

    Ok dies mit den Kommentaren nehme ich zurück.

    Wobei du solltest auch sachlich bleiben, wenn dir jemand die Wahrheit schreibt und nicht so schnell giftig werden, du solltest lernen mehr darüber zu stehen mit der Zeit, weil das Rad lässt sich nicht zurück drehen.

    Ich wünsche dir trotzdem eine gute Woche

    Gruss
    Oli

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    1. Hallo Oli,

      für dein Handeln bist du allein verantwortlich und nicht irgendjemand, der dich mal enttäuscht hat. Es ist egal was dein Hintergrund ist. Fakt ist, du bist an der Zerstörung eines Menschenlebens beteiligt. Und scheinbar weißt du es sogar.

      Ich hoffe, dass du vielleicht irgendwann die Menschlichkeit bekommen wirst „Nein“ zu dieser Gewalt zu sagen, ganz egal wie deine Situation ist. Denn deine Situation rechtfertigt niemals das, was du da tust.

      Auch Marc hat hier nochmal geschrieben. Ließ es dir doch durch….

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  3. Zitat: „Ich hoffe, dass du vielleicht irgendwann die Menschlichkeit bekommen wirst „Nein“ zu dieser Gewalt zu sagen, ganz egal wie deine Situation ist.“

    Das ist prinzipiell natürlich richtig. Die grundsätzliche Frage die sich hier stellt ist aber doch durchaus die nach der grundsätzlichen Verantwortlichkeit für eigenes Tun oder Handeln.
    Warum steht denn nicht auch die Prostituierte in der Verantwortung „Nein zu dieser Gewalt“ zu sagen? Ganz egal wie ihre Situation ist?
    Warum ist die Situation bei Freiern egal, bei Prostituierten aber ist sie das entscheidende Momentum das für die Unschuld der Frau herzuhalten hat?
    Warum will man hier von oben herab bestimmen über die Entscheidung anderer Menschen?

    Wir leben doch hier nicht im Mittelalter. Es gibt Recht und Gesetz in Dtl.
    Warum sollte eine Frau das Recht haben zu sagen „Jawohl ich will als Prostituierte arbeiten“ und ein Mann der sie engagiert sollte dafür bestraft werden?

    Warum sollte das gerecht sein? Misst man hier nicht mit zweierlei Maß? Der Mann wird in seiner Entscheidung für voll genommen. Man traut ihm zu eine rechtsgültige Entscheidung treffen zu können.
    Die Frau dagegen wird wie ein Kind behandelt. Sie hat zwar ebenfalls eine Entscheidung getroffen, diese Entscheidung wird aber nicht voll respektiert. Sie wird relativiert.

    Der Mann soll völlig unabhängig von seiner persönlichen Situation permanent die richtige Entscheidung treffen. Nämlich keinen bezahlten Sex haben.
    Das Verhalten der Frau dagegen wird entschuldigt. So als wäre die Frau kein vollwertiger Mensch. So als könnte sie nicht selbst entscheiden über ihr eigenes Wohlergehen oder über ihr Verderben.
    Freiheit bedeutet das Recht zu haben auch dumme Entscheidungen zu treffen.
    Das gilt für Mann UND Frau.

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    1. Das Problem ist hier, dass die Prostituierten eben meistens nicht die Wahl haben, weil sie in verschiedenen Zwangslagen feststecken. Der Freier hat aber IMMER die Wahl zwischen „kaufen oder gehen“.
      Lies mal ein bisschen in meinem Blog oder auf den Seiten, die ich verlinkt habe, vielleicht verstehst du es dann besser. Alles doppelt wiederholen möchte ich auch nicht, dazu habe ich leider keine Zeit.

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    2. „Warum sollte das gerecht sein? Misst man hier nicht mit zweierlei Maß? Der Mann wird in seiner Entscheidung für voll genommen. Man traut ihm zu eine rechtsgültige Entscheidung treffen zu können.
      Die Frau dagegen wird wie ein Kind behandelt. Sie hat zwar ebenfalls eine Entscheidung getroffen, diese Entscheidung wird aber nicht voll respektiert. Sie wird relativiert.“

      Weil dein Irrtum hierin begründet liegt, dass eine Prostituierte in den allerseltensten Fällen tatsächlich überhaupt eine Entscheidung fällen KANN.
      – sie KANN KEINE Entscheidung treffen, weil der Zuhälter oder der Betreiber entscheiden
      * welchen Service sie anzubieten hat
      * welchen Preis sie hierfür verlangt
      * dass sie mit ALLEN Freiern auf Zimmer geht
      * welche Arbeitszeit sie hat.
      * sogar, was sie anziehen soll

      Und weil selbst der Druck von „Kolleginnen“ derart hoch ist, all dies anzubieten, was auch diese anbieten.

      Weil auch die Huren untereinander nicht zulassen, dass eine „aus der Reihe tanzt“.
      Weil sie vor Neid, Hass und Mißgunst vergehen, wenn Du es wagst, womöglich kein FO anzubieten.
      Wenn Du es wagst, dich zu widersetzen – während all die anderen Huren nach jedem FT aufs Clo rennen und Sperma kotzen.
      Sich zudröhnen mit Drogen und Alkohol.
      Während Du dein Geld trotzdem verdienst – ohne zu kotzen.

      Ich hatte mich immer widersetzt und nichts angeboten ohne Schutz.
      Es kostete unsagbar viel Kraft, sich gegen Betreiber UND „Kolleginnen“ zu erwehren.
      UND Freier.
      Man verdient inzwischen auch nichts mehr – weil die Freier durchweg FO FORDERN.
      Weil sie dich angreifen, erniedrigen und piesacken, dass Du gefälligst ALLES zu machen hast, was „andere auch machen“.

      Und je mehr ich mein Trauma heilte, desto bewußter wurde mir, dass ich all die Gewalt der Freier und der Prostitution nur deshalb nie fühlen konnte, weil ich ÜBERHAUPT NICHTS FÜHLTE.

      Und dass deshalb nicht die Gewalt WENIGER WAR – sondern nur ich zu kaputt.

      Am Ende blieben mir 2 Freier im Monat, die tatsächlich bereit waren, safer Sex zu akzeptieren.
      Aber mit 2 Freiern im Monat überlebt man nicht.

      Von daher gibt es für Prostituierte niemals eine Wahl.
      NIEMALS!!!!
      Sie müssen tun, was Betreiber, Kolleginnen und Freier vorgeben.
      Und was sie in ihren zerstörten Seelen ohnehin nicht mehr wahrnehmen.
      Weil aufhören können sie nicht.
      Sie haben kein Geld, kein Zuhause und keine Hilfe.

      Und wenn jetzt einer fragt, wieso ICH das dann konnte?
      Einzig und alleine deshalb, weil mein Mann mir half, die Liebe in meiner Seele zu fühlen.
      Weil er mich komplett finanziert.
      Weil ich keinerlei Gelder bekomme von niemandem.
      Und ohne ihn auch weiter nur ein Fickappartement als Zuhause hätte.
      Außerdem bin ich deutsch, kann unsere Sprache und habe auch kein Drogenproblem o.ä.

      Jetzt, nach einigen Jahren weg von der Prostitution und hin zu meiner Heilung, erkenne ich die Selbstherrlichkeit und den Egoismus der Freier.
      Und es spricht jeder Freier sehr deutlich seine völlig ungeheilte und bedürftige Seele in die Welt, der mit fadenscheinigen Ausreden und der Übertragung sämtlicher Verantwortung auf die Huren sein Gewaltpotenzial entschuldigt.

      Den Wunsch nach „käuflichem Sex“ zu äußern, ist das eine.

      Aber Druck aufzubauen; zu fordern, für selbstverständlich zu erklären; für NORMAL;
      für berechtigt und „schließlich bezahlt“,
      dass man Frauen Sperma in alle Löcher spritzen darf
      mit Gewalt ihren Anus zerfetzen
      Spermazungenküsse
      ihnen in den Mund pinkeln
      sie ankacken
      sie schlagen
      in Horden über sie herfallen
      Schwangere benutzen
      sie fesseln, schneiden und verletzen

      und noch behaupten, die „täten das freiwillig“

      das macht mich derart ekeln, kotzen, weinen, verzweifeln, ohnmächtig fühlen
      Was wollt ihr denn für Männer sein?????
      Ist das wirklich jenes, das Männer mit MANNSEIN verbinden????
      Fühlt ihr euch dann groß und stark?
      Wenn ihr Frauen benutzt als seien sie ein Haufen Scheiße????

      Und ihr könnt das sogar noch begründen?????
      „Sie hat das so gewollt“

      Ehrlich????
      Seid ihr derart blöd, das selbst zu glauben???
      Wir grausam muß es sein ein Mann zu sein, wenn man das Hirn derart im Schwanz trägt.

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  4. Hallo

    @Luise
    Also es stimmt was du schreibst aufgrund der Vorlieben der Freier und Preisdruck insgesamt bieten viele gewisse Praktiken an, natürlich auch Extras damit die Prostituierten mehr verdienen können.

    Es gibt jedoch auch Freier mit normalen Vorlieben, welche keines Falls pervers sind und die Prostituierte durchaus als Frau sehen. Ich bleibe dabei ich finde es nicht oK wenn alle Freier genau in den gleichen Topf geworfen werden.

    70 % der Freier sind verheiratet & 10% leben in einer Beziehung, gefährden somit noch ihre Partner, nur etwa 20 % sind single und diesen wenigen wo wirklich keine Alternativen haben soll es natürlich auch noch verboten werden!

    Aber das eine WG durch die Mehrzahl der Freier dann dauerhaft traumatisiert und geschädigt ist liegt auf der Hand, ich selbst könnte diesen Job wahrscheinlich ehrlich gesagt auch nur unter Drogen ausführen.

    Nun dies mit dem FO wird wirklich oft angeboten selbst eher im niedrigeren Preissegment ohne dies selbst zu verlangen, es ist die Vorgabe des Clubs oder Betreiber.

    Nun der Durchlauf der Freier ist mir etwas zu hoch, sodass ich in Zukunft aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich darauf verzichten werde, weil ich selbst schon durchs Schwimmen im Sommer und im Winter durch die Kälte manchmal eine leichte Blasenentzündung kriegen kann.

    Mein Nachbar hat auch eine WG geheiratet. Er hat diese als er geschäftlich im Ausland tätig war kennengelernt und diese vom Zuhälter freigekauft.

    Als er vor ein paar Jahren direkt im Haus neben mir eingezogen war, hat er mir die Wahrheit gesagt und er wollte dass ich mich von ihr distanziere, weil er befürchtete ich könnte mit seiner Frau ihn hinter seinem Rücken betrügen.

    Ich versicherte ihm, dass ich sie nicht ansprechen werde und dies nicht weitererzählen werde und sagte ihm zugleich er solle nie wieder einer anderen Person gegenüber erwähnen, weder im Geschäft noch im Dorf dass seine Frau eine EX WG sei. Sie hat mittleiweile eine herzige Tochter und hat sich nun etwas besser integrieren können. Keiner weiss davon, er lebt relativ zurückgezogen, wir haben wenig Kontakt aber respektieren uns gegenseitig, er weiss auch einiges von mir persönlich.

    Wie ich in Zukunft mich entscheiden werde, welchen Weg ich gehen werde, weiss ich zurzeit noch nicht, also gebt mir bitte nicht noch weitere Ratschläge ich muss mein Leben und meine Situation selbst beurteilen.

    Liebe Grüsse
    Oli

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    1. Wie du dich letztlich entscheidest ist deine Sache. Ich kann dich nur darauf hinweisen, dass es (wie ich schon in einem meiner Beiträge sagte) keine guten Freier gibt. Für eine Prostituierte sind alle Freier schlimm, auch solche wie du. Dass sie dir das nicht erzählen können und dir hingegen Komplimente machen, liegt auf der Hand. Sie müssen es um zu überleben. Vielleicht solltest du auch hieran einmal denken.

      Du schreibst:

      „70 % der Freier sind verheiratet & 10% leben in einer Beziehung, gefährden somit noch ihre Partner, nur etwa 20 % sind single und diesen wenigen wo wirklich keine Alternativen haben soll es natürlich auch noch verboten werden!“

      Keine Alternativen haben? Das klingt als hätte man ein Recht auf Sex. Aber so ist das nicht. Lies mal den Beitrag „Es gibt kein Recht auf Sex“ – ich habe ihn unter dem Menüpunkt „Prostitution und Trauma“ verlinkt.

      Irgendwann wird Sexkauf verboten werden, dann wirst du dir auch eine „andere Alternative“ suchen müssen. Vielleicht solltest du jetzt bereits damit anfangen.

      Dein Leben und deine Situation musst du selbst beurteilen ja, aber denke immer daran, dass dein Handeln als Freier das Leben der Prostituierten mit zerstört. Ob dir das alles egal ist oder du es dir schön redest um eine Ausrede für dein Gewissen zu haben, liegt in deiner Hand.

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      1. Hoi Sandra

        Danke für deine Antworten und Ausdauer mich zu überzeugen wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

        Ich habe es endgütlich verstanden dass aus der Sicht einer Prostituierten alle Freier gleich schlecht oder schlimm sind. Die Komplimente dürften jedoch manchmal halbwegs echt gemeint sein, weil andere Leute im normalen Leben bereits ähnliche Äusserungen über mich gemacht haben.

        Nun ich habe heute Nachmittag beim Relaxen an der Sonne noch längere Zeit darüber nachgedacht.

        Die meisten Leute konnten sich in ihrer Jugend natürlich sexuell ausleben, auch Marc hatte erst nach 20 Jahren Paysex die Einsicht bekommen dass dies für ihn nicht erfüllend genug sei oder richtig gegenüber der Frau ist.

        Ich bin ein anderer Typ Mensch und habe den Schritt nach Jahren erst eigentlich nach einem Erlebnis gewagt, weil ich mich damit von der Enttäuschung ablenken wollte, welche mich über Monate nicht mehr losgelassen hatte.

        Also deshalb werde ich weit vorher versuchen einen anderen Weg einzuschlagen, weil es gibt ja noch viel mehr was mit einer Partnerin unternommen werden kann und dies steht oder stand eigentlich sowieso im Vordergrund als nur die Sexualität.

        Deshalb werde ich bestimmt versuchen eine Alternative zu suchen bevor der Paysex irgendwann offiziell verboten werden sollte.

        Es gibt auch noch eine andere Möglichkeit habe mich bereits vor 2 Monaten damit auseinander gesetzt. Jedoch könnte dieser Schritt für mich dann nicht einfach sein, weil mich vielleicht sogar die mögliche Partnerin etwas belasten könnte, mehr dazu möchte ich nicht sagen.

        Nun ist es leider so dass in der Familie eine Person unheilbar krank ist und dies mich die nächsten Monate sehr stark belasten wird, weil mir diese enorm viel bedeutet und ich somit natürlich eventuell nicht gerade happy auf eine neue Partnerin zu gehen könnte. Und ich möchte diese ja dann auch nicht mit dieser Situation belasten.

        Also die Vermittlung (im eigenen Land) würde schon etwas kosten würde mich aber nicht allzu sehr belasten.

        Was meinst du dazu?

        Wünsche dir noch einen schönen Abend

        Liebe Grüsse
        aus dem Nachbarland
        Oli

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    2. Ich freue mich, dass Du im oberen Teil meine Aussagen aus 25 Jahren Prostitution bestätigst.
      Ich hätte nicht geglaubt, dass ich das brauche.

      Magst Du mir vielleicht verraten, was „WG“ nun schon wieder für eine nette Abküzung ist?
      Zu meiner Zeit stand das für Wohngemeinschaft; nette Leute, die entschieden haben aus Kostengründen oder auch weil sie sich mögen, zusammenzuziehen.

      Das paßt aber in keinster Weise zu deinem Text.
      Wer heiratet schon eine ganze Wohngemeinschaft…
      Prostituierte, Hure, lasse ich mir ja noch angehen.

      Sexarbeiter oder Sexworker wollte ich selbst mal genannt werden – habe aber während meiner Heilung nun gemerkt, dass alle Freiwilligkeit nur Selbstschutz vor dem Grauen war.
      Was also ist nun bitte eine WG? („…dass seine Frau eine EX-WG sei“)
      Noch ein schönes neues Wort für Gewalt?

      80% der Männer sind gebunden, sagst Du. Haben also eine „Alternative“ (- nett, wenn die Ehefrau die Alternative zur Hure ist).
      20% sind alleine – und somit potenzielle Gewalttäter, wenn es keine Huren gäbe?!

      In Anbetracht der Tatsache, dass gewiß mind. 85% der Freier bewußt respektlos, gewalttätig und grob sind
      und der Rest sich vielleicht zumindest bemüht, nett zu sein
      viele hiervon jedoch überhaupt nicht WISSEN, was einer Frau gut tut und sie sie also dennoch quälen – und wenn es dadurch ist, dass sie der Hure noch und noch und noch einen Orgasmus lecken wollen und FORDERN

      muß und kann man also darauf schließen, dass eigentlich alle Freier Gewalttäter sind – jeder auf seine Art.
      Nicht nur an den Huren, sondern auch an den Lebenspartnerinnen und endlich auch an sich selbst.

      Weil die Alternative, welche lt. deiner Aussage „fehlt“, liegt deutlich auf – oder in? – der Hand.
      Desweiteren könnten sich solche Männer einfach im Charakter und ihren Ansprüchen hinterfragen.
      In ihren Selbstverständlichkeiten und Forderungen.
      Jenem, das sie von Frauen ERWARTEN.
      Darin, ob es vielleicht an solchem liegen kann, dass sie keine anderen „Alternativen“ erkennen und finden können.

      Braucht gewalttätiger Selbstbedienungssex in einer Frau – sozusagen „das Wichsen in einer lebendigen Kunstfotze ohne Gefühle“ – wirklich eine menschliche Alternative?
      Denn genau so SIEHT der gemeine Freier eine Hure.
      Willen- und gefühllos; zu allem zu gebrauchen und vor allem komplett schmerzfrei.

      Zeitgleich soll sie jedoch auf Knopfdruck pornoähnliche Lustsignale verbreiten und dem Mann bestätigen, was er „für ein geiler Hengst“ ist.

      Braucht nicht vielmehr der so denkende und erwartende Mann eine Alternative in seinem DENKEN? Seinem Fühlen? In sich selbst?

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      1. Hallo,

        @Luise, ich bin geschockt, wie sehr ich mich in Deiner Beschreibung wiederfinde und sicher etwas, dem ich mich stellen muss. Von daher moechte ich mich auch bei Dir fuer diese direkten Worte bedanken. Denn es hilft nichts dieses Thema zu beschoenigen oder sanft damit umzugehen. Danke

        Weiter oben schreibst Du: „Seid ihr derart blöd, das selbst zu glauben???
        Wir grausam muß es sein ein Mann zu sein, wenn man das Hirn derart im Schwanz trägt“

        Ich wuenschte ich koennte es erklaeren. Fakt ist, dass der Mensch ein Meister ist sich selbst zu beluegen und seine eigenen Luegen zu glauben. Heute kann ich auch nicht mehr fassen, dass ich all das wirklich geglaubt habe, aber so war es und dennoch wusste ich auch wie erbaermlich es war. Es ist unglaublich schwer dies zu vermitteln. Und so sehr ich dankbar bin, dass Du und andere Ueberlebenden hier uns so direkt und unverbluemt schreiben, wie es ist und war und die andere Seite beschreiben, werden wir Maenner es wohl nie in voller Gaenze verstehen koennen, wie Ihr selbst. Genauso wird es wohl umgekehrt sein. Das Aendert jedoch nichts an dem Wahrheitsgehalt.

        Heute habe ich ein viel besseres Verstaendnis, warum ich so geworden bin wie ich bin und welchen vaeterlichen und gesellschaftlichen Irrglauben ich aufgesessen bin. Dies soll absolut keine Entschuldigung oder Rechtfertigung sein. Denn egal wie ich aufgewachsen bin oder was fuer verzerrte Ideen und Ideale ich in meinem Kopf habe oder hatte, bin ich dennoch voll und ganz fuer meine Taten verantwortlich. Vielmehr bin ich dankbar, dass ich die Chance hatte meine alten fehlerhaften Ideen als solche zu erkennen (auch Danke der Geschichten von Euch) und dann als solche ueber Bord zu werfen.

        In Deinem letzten Beitrag hast Du am Ende den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Alternative, die wir Maenner brauchen ist ein Umdenken! Hier wurde irgendwo von jemandem geschrieben, dass man das Rad nicht zurueck drehen kann. Soll man auch gar nicht. Denn wenn dies wirklich das aelteste Gewerbe der Welt ist, dann muessten wir ja zurueck in die Steinzeit. Vielmehr geht es darum das Rad weiter zu drehen. Wir wollen uns ja weiterentwickeln!

        Ich bin frustriert und habe leider noch mit vielen auch die Diskussion ueber die Natur des Mannes. Da wird dann oft von unserem instiktivem Drang nach Vermehrung, Hormonzwaengen, etc. gesprochen. Das ganze basiert dann auf Studien zu den Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Und obwohl ich die Ergebnisse vieler Studien akzeptiere und es sicher biologisch begruendete Unterschiede gibt, fuehle ich mich beleidigt, wenn wir dann dies als Rechtfertigung fuer unser Handeln nehmen. Vielmehr sollten wir es nehmen, um zu verstehen warum wir so denken und fuehlen, wie wir es halt tun, es aktzeptieren und dann aber auch sagen koennen, dass wir dies unser handeln nicht diktieren lassen muessen. Sonst bin ich nichts anderes als ein Sklave meiner Instinkte und Hormone. Dass will ich nicht sein.

        Instinktiv und testosterongesteuert moechte ich sehr gerne und mehr als nur einmal meinem Kollegen am Arbeitsplatz mal so richtig einen in die Fressen hauen, aber ich tue es doch auch nicht. Ich verstehe warum ich diesen Drang habe, aber ich schaffe es da doch auch dem nicht nachzugeben und einen anderen Weg zu finden. Das ist Fortschritt und den sollten wir mit unserem Sexinstinkt auch machen.

        Und wenn ich lese, dass man doch eine Alternative zur Hand braucht, um seinen Druck abzubauen, dann sage ich, dass das ebenfalls Schwachsinn ist. Denn der Druck besteht nur im Kopf. Man explodiert nicht und man stirbt nicht, wenn man keinen Sex hat. Sex ist ein natuerlicher Instinkt und der ist gut, aber er ist keine Notwendigkeit zum Ueberleben.

        Die einzigen Notwendigkeiten zum Ueberleben sind, Luft, Wasser, Essen, ein Dach ueber dem Kopf und ein Gefuehl von Sicherheit. Zum letzteren geheort auch menschliche Naehe, aber im emotionalem Sinn, und die kann man nicht kaufen und da gehoert nicht zwangslaeufig Sex dazu. Sex ist ein schoenes Nebenprodukt des Ganzen und nicht mehr.

        Frueher war ich ein Opfer meiner amoklaufenden Instinkte, Gefuehle und Hormone und falscher Ideen. Ein Opfer, dass mich zum Taeter gemacht hat. Heute bin ich frei von dieser mentalen Form der Sklaverei und bin froh, dass ich kein Taeter mehr sein muss. Ich bin verantwortlich fuer das was ich war und genauso bin ich verantwortlich fuer das was ich sein werde und froh, dass ich trotz meiner Natur anders entscheiden und sein kann.

        Mein Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung aendern koennen!

        Ich hoffe das war jetzt nicht zu lang, aber es wollte raus…….

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  5. @Luise Kakadu

    Hallo

    WG ist die Abkürzung für Working Girl. Diesen Ausdruck kennen die meisten Prostituierten jedoch nicht.

    Kann ja sein dass die meisten groben Freier so sind, mir selbst gefällt das künstliche gestöhne
    überhaupt nicht und sehe schon die Person dahinter, aber ich weiss es gibt keine guten Freier.

    Nun ja ein Freier kann sich ja mit der Prostituierten nicht so austauschen, wie im Privaten Bereich, was ihr gefällt und die Streicheleinheiten dürften vom Freier auch nicht zu einem guten Gefühl führen.

    Gruss

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    1. „Pornoähnliche Lustsignale“ meinen ja auch nicht ausschließlich „künstliches Gestöhne“.
      Aber Lust sollte die Hure ja schon zeigen… irgendwie.
      Feucht werden; Orgasmen haben; „gerne“ küssen wollen; „gerne“ ohne Kondom nach Sperma gieren; „Begehren“ äußern; sich anbieten; gerne auch „betteln“ nach mehr und noch mehr.
      Bestätigen, wie gut der Freier ist
      Und wie gerne man ihn wieder sehen will
      Und wie dringend man seinen Schwanz braucht – aber bitte nicht sein Geld erwähnen

      Die Hure soll gefälligst das Selbstverarschezentrum des Freiers bedienen – sonst ist er unzufrieden.
      Oder nicht?!

      Gefällt 1 Person

  6. @ Sandra

    Also es ist eine etwas spezielle Partnervermittlung im eigenen Land, also nicht Ausland.
    Mehr möchte ich aber nicht öffentlich darüber schreiben, ich hoffe du kannst dies verstehen.

    Gruss

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    1. Da kann ich dir aber leider auch nicht weiterhelfen Oli. Ich kann dir nur sagen, dass Prostitution für die Mehrheit der Frauen zerstörerisch ist – und das solltest du wissen und wenn möglich ernst nehmen, selbst wenn du keine Partnerin hast….

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  7. Liebe Luise Kakadu,
    mir gefällt deine unverblümte Sprache und dass du die Dinge aussprichst wie sie sind.
    Viele Dinge die du schilderst sind Schweinereien. Du bist nicht verklemmt. Du sagst es rundheraus.
    Deshalb möchte ich bitte auch Klartext sprechen.
    Sex ohne Kondom ist in Deutschland eine Straftat. Es ist nicht legal. Desweiteren ist es nicht legal Frauen oder Männer die sich prostituieren zu irgend etwas zu zwingen. Zuhälterei ist in Dtl. nicht legal, Frauen beim Analverkehr bewusst zu verletzen ist Körperverletzung.
    Es gibt diese Gesetze.

    Du schreibst nun von Männern die urinieren wollen oder noch andere ekelerregende Dinge tun wollen. Ich will dich nicht der Lüge bezichtigen, aber ich kann mir im Ernst nicht vorstellen, dass „normale“ Prostituierte so etwas tun.

    Ich gebe ehrlich zu, dass ich schon einige Prostituierte beschucht habe. Die hatten aber alle relativ klare Regeln. Was sie tun und was sie nicht tun. Ich hatte nie den Eindruck, dass es etwas zu verhandeln gäbe.

    Vor einigen Jahren hat mir eine Prostituierte in Frankfurt am Main mal Sex angeboten ohne Kondom. Für 20 € Aufschlag. Ich habe dankend abgelehnt.

    Ich lebe hier in einer eher kleinen Stadt. Es gibt hier Bordelle. Auf jeder einzelnen Website dieser Bordelle kann man den Satz lesen: „Wir weisen Sie darauf hin, dass in unserem Haus Kondompflicht besteht“.

    Das ist doch eine klare Ansage.

    Ich habe vor einigen Monaten eine Doku gesehen im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Leider gibt es dazu anscheinend keine Kopie bei Youtube.
    In dieser Doku wurde das Phänomen der Prostitution von verschiedenen Seiten beleuchtet. Da gab es Drogen, da gab es auch die völlige Zwangsprostitution mit viel Gewalt.
    Es gab aber auch eine etwa zwanzigjährige Rumänin die kaum ein Wort Deutsch gesprochen hat und die trotzdem stolz verkünden konnte ein Haus in Rumänien gekauft zu haben. Mit dem Geld das sie hier verdient hatte. Der Kommentator erklärte sie sei „relativ abgeklärt“ und wüßte worauf sich eingelassen hätte.
    Ich fand das ziemlich glaubwürdig. Ich habe ihr das abgenommen.
    Leider ist diese Doku nicht bei youtube zu sehen.

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    1. „Ich lebe hier in einer eher kleinen Stadt. Es gibt hier Bordelle. Auf jeder einzelnen Website dieser Bordelle kann man den Satz lesen: „Wir weisen Sie darauf hin, dass in unserem Haus Kondompflicht besteht“ “

      Das stand auch in vielen Bordellen, in denen ich war und die meisten Prostituierten mussten trotzdem ohne Kondom „arbeiten“.

      Generell: was auf Webseiten von Bordellen steht, stimmt meistens nicht…. auch nicht, dass die Frauen alle die Preise selbst bestimmen.

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    2. Ergänzend zu SurvivorOfProstitution möchte ich gerne nachfragen, wer denn bitte deiner Meinung jene „normalen Prostituierten“ sind, von denen Du sprichst?
      Das hieße ja, es gäbe auch „unnormale“?!

      Sicher mag es Unterschiede an den Körpern der Frauen geben, je nachdem, ob Du im Escort guckst, oder auf der Straße.
      Aber bei ganz vielen Huren fängt die „Karriere“ je nach „Eignung“ im Escort oder zumindest einer Wohnung an – und mit steigendem Alter oder auch seelischer Zerstörung geht es immer weiter runter.
      Bis sie u.U. als Seniorin irgendwann Armutshure sind und auf der Straße für 10€ alles ohne anbieten. Weil sie nie Alternativen und Hilfe hatten und sie vielleicht am Ende denken, dass es „jetzt auch nicht mehr drauf ankommt“.
      Weil sie GARNICHTS mehr zu verlieren haben.

      Wo fängt deiner Meinung nach also die Frau an, „unnormal“ zu werden?

      Und solche Freier, die „sowas“ fordern und haben wollen, gibt es ÜBERALL.
      Ob man das letztlich auch anbietet, hängt wohl ab vom Druck.
      Durch wen oder was auch immer.
      Aber glaub mal nicht, dass die Anzugträger oder reichen Möchtegerns im Highclass nicht „solche Sachen“ wöllten, danach fragen, mehr Geld bieten oder zu überzeugen versuchen.
      Gern auch mal mit Gewalt oder Drohung.

      Solltest Du in Bayern leben, kann ich ein Stückchen bestätigen, dass dort das Bewußtsein der – zumindest alteingesessenen – Männer öfter noch einigermaßen über Moral verfügt.
      Ein bißchen mehr noch, als Ba-Wü. Aber dann würdest Du kaum „ländlich“ und „Bordelle“ in einem Satz sagen.

      Sobald Du dich jedoch sonstwo in Deutschland aufhältst, gibt es kaum noch Grenzen und Tabus.
      Und ja – es könnte so schön sein, wenn sich Freier einfach einmal SELBST fragen würden, ob sie dieses oder jenes wirklich 20x am Tag mit wildfremden, teils ungewaschenen und widerwärtig groben MÄNNERN (- also wegen dem EINDRINGEN, mein ich) tun wollen würden.
      Und nur, wenn sie aus vollster Seele freudig Hurra schreien könnten, dieses auch von anderen verlangen.

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      1. „Wo fängt deiner Meinung nach also die Frau an, „unnormal“ zu werden?“

        Das war nicht wertend gemeint. Sondern als Abgrenzung zu speziellen Bereichen wie dem S/M Bereich wo die geschilderten Praktiken vermutlich tatsächlich an der Tagesordnung sind.

        „Solltest Du in Bayern leben, kann ich ein Stückchen bestätigen, dass dort das Bewußtsein der – zumindest alteingesessenen – Männer öfter noch einigermaßen über Moral verfügt.
        Ein bißchen mehr noch, als Ba-Wü. Aber dann würdest Du kaum „ländlich“ und „Bordelle“ in einem Satz sagen.“

        Ja ich komme aus Bayern. Ich verstehe zwar nicht warum man in BaWü „ländlich“ und „Bordelle“ nicht in einem Satz sagt, aber egal. Ich komme aus Bayern.

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      2. 1) „Normal“ und „Unnormal“ sind per se wertend – egal, wie Du das „meintest“, es macht eine Sache besser oder schlechter, niemals neutral.
        Und das Unterbewußtsein nimmt das so an.

        2) Weil Ba-Wü und Bayern mit ihren Sperrgebietsverordnungen wesentlich enger sind, als andere Bundesländer und ländlich+Bordell dort schlicht verboten sind.
        Außerdem erlebte ich die Männer in Bayern aufgrund der dort schon länger geltenden Hygieneverordnung noch bewußter gegenüber Gesundheitsthemen – und Grenzen überhaupt -, als in allen anderen Bundesländern, wo es diese nicht gab.
        Es macht einen großen Unterschied, was die Politik den Bürgern vorzeigt. Und Bayern war und ist für mich immer schon absoluter Sympathieträger gewesen, wenn es um eine gute und konsequentere Linie in Sachen Prostitution geht.

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      3. @ Kakadu

        “ „Normal“ und „Unnormal“ sind per se wertend – egal, wie Du das „meintest“, es macht eine Sache besser oder schlechter, niemals neutral.“

        Aus diesem Grund hatte ich das Wort auch in Anführungszeichen gesetzt.

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  8. Ähem, was genau war nun so schlimm, dass man meinen Beitrag zensieren musste?
    Das würde mich schon interessieren.
    Villeicht könnte man das mal erläutern?!?

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  9. @marc

    Deinen Kommentar finde ich toll! Genau darum geht es doch, dass wir nicht ausschließlich instinktgesteuert sind, sondern ein vernunftbegabtes Wesen. Schließlich schlägt man seinem Arbeitskollegen auch nicht mal eben die Keule über den Schädel, weil er einen nervt.

    Ich finde es sehr tröstlich, dass es auch solche Männer gibt, die bereit sind, sich mal zu hinterfragen.

    Und ich bin überzeugt, dass du selbst auch davon profitieren wirst und es dich menschlich auf jeden Fall weiter bringt!

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke Isa

      Natuerlich profitiere ich davon selbst. Mein Leben ist heute 1000mal besser als noch vor ein paar Jahren. Ich bin heute viel mehr mit mir zufrieden und im Reinen und habe viel bessere Beziehungen zu meinen Mitmenschen, die sehr erfuellend sind. Das war vorher nicht moeglich. Im Grunde war ich ein Zombie, aber wusste es nicht.

      Allen, die es noch tun wuerde ich gerne sagen, dass es sich Lohnt davon Abstand zu nehmen. Es ist nicht immer einfach, denn ich habe immer noch Fantasien und Versuchungen, denn es ist eine Droge. Ich musste erst lernen ohne dies auszukommen und mein Selbstverarschungszentrum (Danke Luise fuer dieses Wort. Es trifft es perfekt!) im Zaum zu halten. Ich habe gute Mitstreiter.

      Um erhrlich zu sein, habe ich aufgehoert, weil ich mich selbst nicht mehr ertragen konnte und nicht weil mir die Frauen leid taten. Das kam erst spaeter mit dem Abstand den ich gewann und weil mein Verstand sich aufklaerte.

      Und somit moechte ich von heute an zu Verbesserung beitragen. Daher habe ich auch heute das Manifest von Zeromacho unterschrieben und auch bei Rotlichtaus mich als Unterstuetzer angemeldet.

      Hier nochmal die Links:
      https://zeromacho.wordpress.com/le-manifeste_de/
      http://rotlichtaus.de

      Ich bin mit ihnen in Kontakt getreten, um die Idee von Sandra aufzugreifen zu einer Austauschplattform fuer Ex-Freier und soche, die es werden wollen.

      Wenn ich nur ein paar dazu bewegen kann sich dem ebenfalls anzuschliessen, dann habe ich schon was erreicht.

      Gruss an Alle

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